City News

 

Jeden Mittwoch informieren unsere City News über relevante Entwicklungen aus unserem Städtenetzwerk in Mittel- und Südosteuropa. Das City News Archiv lädt zur weiterführenden Lektüre ein.

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Belgrad / Serbien

Serbien entwickelt sich zum neuen Fintech-Zentrum Südosteuropas

Das renommierte britische Fachportal The Fintech Times veröffentlichte eine Analyse, in der Serbien und insbesondere Belgrad als potenzieller neuer Fintech-Hub Südosteuropas identifiziert werden. In dem Artikel wird die Entwicklung des serbischen Technologiesektors, das Wachstum der Exporte von IKT-Dienstleistungen und die zunehmend wichtige Rolle heimischer Unternehmen auf dem internationalen Markt analysiert. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Analyse ist die Prognose, dass das serbische BIP pro Einwohner*in in diesem Jahr rund 15.000 US-Dollar erreichen wird. Der Autor führt dies auf kontinuierliches Wirtschaftswachstum und gestiegene Investitionen im vergangenen Jahrzehnt zurück. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Informations- und Kommunikationssektor, der zu den am schnellsten wachsenden Exportbranchen Serbiens zählt. Nach Angaben von The Fintech Times belaufen sich die jährlichen Exporte von IKT-Dienstleistungen auf mehrere Milliarden US-Dollar. Der Sektor gewinnt damit als Devisenbringer zunehmend an Bedeutung und kann hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Relevanz bereits mit traditionellen Branchen mithalten. In der Analyse wird festgestellt, dass sich Serbien zunehmend als Land positioniert, das über eine gut ausgebaute Basis an Ingenieur*innen, Programmierer*innen und Technologieunternehmen verfügt, die Produkte für den internationalen Markt entwickeln können. Außerdem wird der Charakter des serbischen Fintech-Ökosystems hervorgehoben. Im Gegensatz zu Märkten, in denen Technologieunternehmen im Finanzsektor hauptsächlich auf lokale Bedürfnisse ausgerichtet sind, konzentrieren sich einige serbische Unternehmen von Anfang an auf Kund*innen und Märkte außerhalb des Landes.

Zagreb / Kroatien

Stadt Zagreb fördert Klimaschutz-Projekte junger Menschen

​Die Stadt Zagreb eröffnet am 24. August eine Ausschreibung für Projekte, bei denen junge Menschen Lösungen für klimabezogene Herausforderungen entwickeln. Die Förderungen belaufen sich auf 2.000 bis 4.000 Euro pro Projekt. Gefördert werden Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel sowie zu Hitzewellen, schweren Unwettern, Dürren und Überschwemmungen, zur Entwicklung grüner und blauer Infrastruktur sowie zum Schutz der urbanen Biodiversität. Anträge können bis ​5. Oktober auf der Website der Stadt Zagreb eingereicht werden. Antragsberechtigt sind Schulen, Jugendverbände, Organisationen der Zivilgesellschaft und andere gemeinnützige juristische Personen, die mit jungen Menschen arbeiten. Jedes Projekt muss von mindestens zwei Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren entwickelt und umgesetzt werden. Ein*e Antragsteller*in kann für höchstens drei voneinander unterschiedliche Projekte eine Förderung erhalten, wobei diese von unterschiedlichen Gruppen junger Menschen durchgeführt werden müssen. Die ausgewählten Projekte werden von November 2026 bis 15. April 2027 umgesetzt. Die Ergebnisse werden am Tag der Erde vorgestellt. Die Stadt Zagreb wird für Interessierte einen zusätzlichen Workshop zur Unterstützung bei der Ausarbeitung der Projektanträge organisieren. Die Stadt beteiligt sich über den Youth Climate Action Fund, eine globale Initiative von Bloomberg Philanthropies, an dem Programm. Für die Umsetzung des Programms erhält die Stadt 50.000 US-Dollar, die gezielt für die Förderung von Jugendprojekten eingesetzt werden.​