Jeden Mittwoch informieren unsere City News über relevante Entwicklungen aus unserem Städtenetzwerk in Mittel- und Südosteuropa. Das City News Archiv lädt zur weiterführenden Lektüre ein.
Das ungarische Ölunternehmen MOL und der russische Energiekonzern Gazprom haben sich auf die grundlegenden Bestimmungen des zukünftigen Kaufvertrags für den serbischen Ölkonzern NIS geeinigt. Der Vertrag wird dem US‑amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) zur Genehmigung vorgelegt. Während der Verhandlungen sei es Serbien gelungen, den staatlichen Eigentumsanteil um fünf Prozent zu erhöhen, erklärte die Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović (parteilos). Zudem werde erwartet, dass ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Vertrag einbezogen werde. Nach dem Verkauf von NIS im Jahr 2008 habe Serbien weniger als 30 Prozent der Anteile gehalten. Das Ziel sei es nun, den Anteil am Unternehmen zu erhöhen, um größere Mitspracherechte zu erlangen, so Đedović Handanović.
Das Berliner Lehramtsreferendariat – die verpflichtende praktische Ausbildungsphase angehender Lehrkräfte nach dem Studium – wird ab dem Lehrjahr 2026/27 nur behutsam reformiert. Die bisherigen Fachseminarleiter*innen bleiben als persönliche Ansprechpartner*innen für rund 3.000 Referendar*innen erhalten, treffen sich jedoch nur noch zwei Mal wöchentlich mit ihren Fachgruppen. Zugleich wird die Ausbildung stärker modularisiert und praxisnäher gestaltet, unter anderem durch neue Module am Landesinstitut BLiQ, zusätzliche Qualifizierungslehrkräfte an den Schulen und mindestens 30 Stunden verbindlicher Begleitformate. Unverändert bleibt, dass Referendar*innen zehn statt früher sieben Stunden eigenverantwortlich unterrichten – eine Maßnahme, die zur Abmilderung des Lehrkräftemangels bereits 2024 beschlossen wurde. Neu in diesem Zusammenhang ist, dass Referendar*innen mit wachsender Erfahrung bis zu zwölf Stunden eingesetzt werden können, ohne dass diese auf den regulären Lehrkräftebedarf angerechnet werden. Eine ursprünglich geplante weitgehende Zentralisierung der Ausbildung und der Abbau der Fachseminare wurde nach Protesten von Lehrkräften und politischem Widerstand – insbesondere aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) – weitgehend verworfen.
Die Slowakische Technische Universität in Bratislava (STU) will sich als nationales Zentrum für Ausbildung und Forschung im Bereich der Kernenergie etablieren. Anlass dafür war der Besuch von Expert*innen des renommierten Imperial College London, die sich mit slowakischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen über neue Kooperationsmöglichkeiten austauschten. Die Universität bildet seit Jahren Ingenieur*innen für Kernkraftwerke, Aufsichtsbehörden und technische Institute aus. Besonders eingebunden sind dabei die Fakultäten für Elektrotechnik, Maschinenbau und Materialwissenschaft. Die STU arbeitet eng mit Energieunternehmen, der staatlichen Atomaufsicht sowie spezialisierten Forschungszentren zusammen. Geplant ist der Ausbau moderner Studienprogramme zu nuklearer Sicherheit und neuen Reaktortechnologien. Auch internationale Partnerschaften, unter anderem mit Universitäten in Großbritannien und Finnland, sollen weiter vertieft werden. Die Regierung unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer langfristigen Energie- und Ausbildungspolitik. Kernenergie bleibt ein zentraler Bestandteil der Stromversorgung und der Energiesicherheit der Slowakei.
Bis Ende März 2026 ist in Krakau wieder ein Streetbus unterwegs. Wie jedes Jahr im Winter bietet er bedürftigen Menschen nicht nur Schutz vor Kälte und eine beheizte Aufenthaltsmöglichkeit, sondern auch eine Mahlzeit sowie heiße Getränke. Dabei handelt es sich um einen speziell ausgestatteten Bus, in dem von Obdachlosigkeit betroffene Personen Soforthilfe erhalten können. Der Streetbus verkehrt täglich zwischen 19 und 22 Uhr. Entlang der Route gibt es drei Haltestellen, an denen der Bus jeweils rund 30 Minuten hält. Während dieser Aufenthalte verteilen die Betreuer*innen Sandwiches, Tee, Kaffee, Kleidung, Thermoskannen und Decken. Zudem informieren sie über Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für hilfsbedürftige Menschen in Krakau.
Der Beschluss der Stadt Ljubljana aus dem Dezember 2025, unangemeldete Straßenmusik vorübergehend zu verbieten, war laut Einschätzung der Rechtsinitiative nicht rechtswirksam. Denn dieser sei nie im Amtsblatt der Republik Slowenien veröffentlicht worden. Ohne eine Veröffentlichung könne ein solcher Akt nicht in Kraft treten und auch nicht angewendet werden. Dennoch wurden laut Stadtverwaltung Verwarnungen und Geldstrafen gegen Straßenmusiker*innen verhängt. Der Beschluss richtete sich ausdrücklich gegen Auftritte von Blaskapellen, sogenannten Trubači. Äußerungen des Vorsitzenden der Oppositionspartei Slowenische Demokratische Partei (SDS), Janez Janša, sorgten indes im Gemeinderat von Ljubljana für Aufregung. Anlass war ein Beitrag, den Janša nach einer Veranstaltung zur Unterstützung slowenischer Musik veröffentlichte. "Wir haben Ljubljana wieder slowenisch gemacht", hieß es. Abgeordnete der Listen Zoran Janković (LZJ), Freiheit (GS), Levica und Sozialdemokraten (SD) sahen darin eine historisch problematische Aussage. Mehrere Redner*innen verglichen die Wortwahl mit nationalsozialistischer Rhetorik und warfen Janša vor, die Bevölkerung zu polarisieren. Der Gemeinderat von Ljubljana forderte öffentlich dazu auf, jede Verherrlichung von Faschismus zu unterlassen.
Am 22. Jänner startet in Prag die 18. europäische Bildungsmesse Gaudeamus Praha, die sich an Schülerinnen sowie an Interessierte an postsekundärer und lebenslanger Bildung richtet. Bis Donnerstag, den 24. Jänner, präsentieren sich in den Hallen des Prager Messegeländes im Stadtteil Letňany insgesamt 386 Universitäten, Hochschulen und weitere Bildungseinrichtungen. Das Angebot umfasst mehr als 7.500 Studiengänge aus dem In- und Ausland und deckt damit ein breites fachliches Spektrum ab. Zentrales Element der Messe sind Informationsveranstaltungen und Präsentationen, die täglich stattfinden und einen Überblick über Aufnahmebedingungen, Studienorganisation und Inhalte des akademischen Jahres 2026 bis 2027 geben. Ergänzt wird das Programm durch Beratungsangebote, die insbesondere Maturantinnen bei der Wahl ihres weiteren Bildungswegs unterstützen sollen. Auch Lehrkräfte und Studienberater*innen finden auf der Messe strukturierte Informationspakete sowie digitale Hilfsmittel zur Studienberatung. Der internationale Charakter der Veranstaltung zeigt sich in der Beteiligung von Bildungseinrichtungen aus 16 Ländern, darunter mehrere europäische Staaten sowie ausgewählte außereuropäische Hochschulstandorte. Mit ihrem Umfang und der thematischen Breite gilt die Messe als eine der wichtigsten Plattformen zur Studienorientierung in Mitteleuropa.
Die Gemeinde Sofia plant den Bau eines rund 30 Kilometer langen, linearen Parks, der über 30 Wohngebiete miteinander verbinden und mehr als 250.000 Einwohner*innen direkten Zugang zum städtischen Grünsystem ermöglichen soll. Das Projekt namens Grüner Ring soll einen Großteil der Grünflächen Sofias durchqueren und entlang von sechs der Flüsse der Stadt verlaufen. Dadurch soll eine enge Verbindung zwischen Parks, Flüssen und dem Vitoscha-Gebirge entstehen. Der Grüne Ring ist eines der strategischen Schlüsselprojekte für die Entwicklung Sofias. Im Jahr 2025 erhielt das Projekt durch die Wiederaufnahme der Koordination zwischen der Stadtverwaltung Sofia, dem Architektur- und Stadtplanungsamt und dem Sofiaplan-Team neuen Schwung. Ziel ist es, Ende 2026 mit dem Bau des ersten Abschnitts zu beginnen – vom ehemaligen Pionier-Bahnhof bis zum Schipchenski-Prohod-Boulevard und der zukünftigen U-Bahn-Station. Gleichzeitig sollen auch die Bauarbeiten an drei weiteren Abschnitten beginnen mit dem Ziel, das Projekt etappenweise und vernetzt zu entwickeln.
Die Stadt Zagreb arbeitet an mehreren großen Verkehrsprojekten, die sowohl den Radverkehr als auch die langfristige Entwicklung der Straßen- und die ÖPNV-Infrastruktur betreffen. Im Westen der Stadt wurde das Verfahren zur Erstellung eines Konzeptentwurfs für einen rund acht Kilometer lange Rad- und Fußgänger*innenweg gestartet. Die Strecke soll entlang der ehemaligen Schmalspurbahn Samoborček verlaufen und die westlichen Stadtteile direkt mit dem Stadtzentrum verbinden. Die geplante Trasse wäre vollständig vom Autoverkehr getrennt und gilt aufgrund ihrer direkten Linienführung als besonders attraktiv für Radfahrende in Richtung der nahegelegenen Stadt Samobor, dem Zagreber Stadtbezirk Podsused und weiter nach Slowenien. Parallel dazu schreitet der Ausbau der östlichen Hauptradroute voran. Die erste Etappe entlang der Branimirova-Straße ist bereits in Betrieb, die Planungen für die zweite Bauphase laufen. Darüber hinaus hat die Stadt eine Verkehrsstudie zur möglichen Verlängerung der wichtigen Verkehrsader Vukovarska-Straße ausgeschrieben. Untersucht wird ein etwa zehn Kilometer langer Korridor bis zum östlichen Zagreber Bezirk Sesvete, der die Vukovarska zur zweitlängsten Straße Zagrebs machen würde. Die Ergebnisse der Studie dienen als Entscheidungsgrundlage und stellen noch keinen Baubeschluss dar.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) hat im Zuge des großflächigen Stromausfalls angekündigt, dass es Veränderungen im Landeshaushalt geben werde, um aus der Krise zu lernen und die Sicherheit zu verbessern. Im Fokus stehen dabei Verbesserungen im Zivilschutz, der Schutz kritischer Infrastruktur und eine zentralere Krisensteuerung, da die bisherigen Strukturen in der akuten Lage an ihre Grenzen stießen. Geplant sind unter anderem Notstromaggregate, der Ausbau von Sirenennetzen und neue Software-Systeme zur Absicherung der Energieinfrastruktur. Außerdem soll der Bund stärker eingebunden werden, da Berlin aktuell zu wenig eigene Ressourcen für den Katastrophenschutz hat. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU – Christlich-Soziale Union Deutschlands) schlägt zusätzlich vor, eine hohe Belohnung für Hinweise auszuschreiben, um die Aufklärung des mutmaßlich von der linksextremen sogenannten Vulkangruppe verübten Brandanschlags auf das Stromnetz zu beschleunigen.
Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), hat am 16. Jänner 2026 eine Arbeitsgruppe für die Vorbereitungen des U‑Bahn‑Baus eingesetzt. Geleitet wird das Projektteam vom ersten stellvertretenden Bürgermeister Stanisław Mazur (parteilos). Mit der Einsetzung des Teams beginnt eine neue Phase der Arbeiten an der größten Investition in der Geschichte der Stadt. Das Projektteam koordiniert die Aktivitäten mehrerer Abteilungen und städtischer Einrichtungen. Ziel ist es, Krakau organisatorisch, dokumentarisch und finanziell auf den U‑Bahn‑Bau vorzubereiten. Miszalski erklärte, der U‑Bahn‑Bau sei kein Projekt einer ei nzelnen Abteilung oder Einheit, sondern betreffe zahlreiche Bereiche – vom Verkehr und öffentlichen Raum über Umwelt- und Denkmalschutz bis hin zu Finanzen und Sicherheit der Einwohner*innen. Nach einer Phase der Vorbereitungen in kleineren Teams sei nun eine breitere Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung notwendig. An den Arbeiten beteiligen sich Vertreter*innen mehrerer Abteilungen und städtischer Einrichtungen, darunter die Städtische Einrichtung für Investitionen, die Städtische Einrichtung für den öffentlichen Verkehr, die Städtische Einrichtung für Verkehrsstraßen, die Städtische Einrichtung für Grünflächen sowie das Büro des Stadtarchitekten.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU – Christlich Demokratische Union) wies die Vorwürfe zu seinem Krisenmanagement nach dem Anschlag auf das Stromnetz zurück. Er betonte bei einem Bürger*innengespräch im Berliner Stadtteil Dahlem, jederzeit erreichbar gewesen zu sein, auch wenn er nicht sofort vor Ort war. Ein früheres Erscheinen hätte aus seiner Sicht vor allem ihm selbst genutzt, nicht aber den Betroffenen. Stattdessen habe er sich auf die Koordination konzentriert und den Einsatz von Bundeswehr und Bundespolizei ermöglicht. Kritik entzündete sich insbesondere an einem Tennisspiel am Tag des Anschlags, für das Wegner sich nicht entschuldigte. Unter den Anwesenden gab es sowohl deutliche Vorwürfe als auch Applaus für die Einschätzung, die Debatte sei überzogen. Zugleich forderte Wegner mehr Befugnisse für den Regierungschef in Krisenlagen und kündigte besseren Schutz kritischer Infrastruktur an.
Berlin hat eine neue digitale E-Informationsplattform gestartet, die nahezu alle öffentlichen Ladepunkte in der Stadt auf einer Karte bündelt. Für rund 3.000 der insgesamt 3.500 straßenseitigen Ladepunkte werden Verfügbarkeit und Direktladepreise angezeigt. Damit sind etwa 80 Prozent der öffentlichen Ladeinfrastruktur erfasst, weitere Anbieter*innen sollen folgen. Die Plattform ist über die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) abrufbar und richtet sich auch an Tourist*innen und Besucher*innen. Ziel ist es, den bislang unübersichtlichen Tarifdschungel transparenter zu machen und Preisvergleiche ohne Vertragsbindung zu ermöglichen. Koordiniert wird das Angebot von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), die mit 15 Betreiber*innen zusammenarbeitet. Künftig sollen die Informationen um Themen wie Barrierefreiheit und Stellplatzgrößen ergänzt werden.
Berlins Bezirke sollen künftig finanziell von der Unterbringung Geflüchteter profitieren. Für jeden Unterkunftsplatz des Berliner Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) erhalten sie in den Haushaltsjahren 2026 und 2027 jeweils 140 Euro pro Jahr, finanziert aus einem Topf von zwölf Millionen Euro. Das Geld soll sowohl Geflüchteten selbst als auch den umliegenden Grätzeln zugutekommen und etwa für Gesundheits-, Spiel- und Sportangebote oder für Projekte für Kinder und Familien genutzt werden, wobei über die Verteilung ein Senatsgremium entscheidet. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands) bezeichnete die Pauschale als "wegweisenden Schritt", auch wenn sie deutlich unter den früher geplanten Beträgen von 550 bis 828 Euro pro Platz und Jahr liegt, die 2024 vorgeschlagen worden waren. In Bezirken wie etwa Friedrichshain-Kreuzberg wird die Maßnahme daher bislang nur als "wichtiger Anfang" bewertet.
Dank der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Budapest und dem Organisationsbüro des Sziget Festivals können Festivalbesucher*innen das Sziget Festival 2026 zum halben Preis erleben, wenn sie ein Monatsticket über BudapestGO, die App für den öffentlichen Nahverkehr in Budapest, erwerben. Das vergünstigte Angebot gilt vom 19. Jänner bis 31. Juli 2026. Im Rahmen der Ticketaktion müssen sich Nutzer*innen mit einem gültigen Monatsticket zunächst auf einer eigens eingerichteten Unterseite der Budapester Verkehrsbetriebe (BKK) registrieren. Anschließend erhalten sie per E-Mail einen individuellen Gutscheincode. Der Gutscheincode kann auf der offiziellen Website des Sziget Festivals für das Produkt Sziget Student Pass by BudapestGO eingelöst werden. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Inhaber*innen eines gültigen ungarischen Studierendenausweises und ist an Zeitkarten für den öffentlichen Nahverkehr in Budapest gebunden. Die Überprüfung des Ausweises und der Anspruchsberechtigung erfolgt durch das Organisationsbüro des Sziget Festivals beim Einlass.
Der Rettungsdienst der Hauptstadt Prag blickt auf das arbeitsreichste Jahr seiner Geschichte zurück. Im Jahr 2025 gingen bei der Leitstelle mehr als 246.000 Notrufe ein. Das entspricht einem Anstieg von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daraus resultierten über 146.000 Einsätze, bei denen nahezu 142.000 Patient*innen medizinisch versorgt wurden - ein historischer Höchstwert. Besonders stark nahm die Anzahl der Fälle zu, die eine intensivmedizinische Betreuung erforderten. Rund 6.400 Menschen mussten auf Intensivstationen eingeliefert werden, etwa zwölf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Als einer der Gründe gilt der Anstieg schwerer Vergiftungen durch psychoaktive Substanzen, die häufig von Tourist*innen konsumiert und in ihrer Wirkung unterschätzt werden. An mehreren Tagen im Jahresverlauf transportierten Rettungsteams jeweils mehr als 25 Patient*innen in kritischem Zustand in Krankenhäuser, was früher nur selten vorkam. Trotz dieser Belastung gelang es dem Rettungsdienst, auch bei lebensbedrohlichen Einsätzen die durchschnittliche Anfahrtszeit unter acht Minuten zu halten.
Ab dem 31. Jänner 2026 treten in Krakau neue Regeln für die Nutzung der gebührenpflichtigen Parkzone in Kraft. Die Änderungen betreffen vor allem die Zeiten, in denen Autofahrer*innen Parkgebühren entrichten müssen. Künftig ist das Parken grundsätzlich von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 22 Uhr kostenpflichtig. Bisher waren sonntags keine Gebühren zu zahlen, zudem galt die Gebührenpflicht nur bis 20 Uhr. Die Stadt begründet die Neuerung damit, dass die Aktivitäten im Stadtzentrum nicht mit dem Ende der Arbeitswoche enden. Viele Menschen besuchen auch sonntags Restaurants, kulturelle Einrichtungen oder Dienstleistungsbetriebe, wodurch die Parkplätze ganztägig belegt sind. Die Preise pro Parkstunde bleiben unverändert. Ziel der Reform sei keine Erhöhung der Grundtarife, sondern eine bessere Fahrzeugrotation, betont die Stadtverwaltung.
Die
slowenische Außenministerin Tanja Fajon (SD – Sozialdemokraten) bezeichnete die
Entsendung von zwei Offizieren der slowenischen Streitkräfte nach Grönland als
richtige Entscheidung und politisches Signal. Auf diese Weise würde Slowenien
seine Unterstützung für Grönland und Dänemark sowie seinen Einsatz für den
Schutz von Souveränität und territorialer Integrität zum Ausdruck bringen.
Internationale Rechtsnormen müssten respektiert werden, betonte Fajon. Die
Entsendung erfolgt im Rahmen einer Mission, an der sich mehrere europäische
Länder beteiligen. Hintergrund sind die anhaltenden Bestrebungen des
US-Präsidenten Donald Trump, Grönland zu übernehmen, aber auch seine Drohungen,
gegen europäische Staaten Strafzölle zu verhängen.
Die Gemeinde Sofia hat eine öffentliche Umfrage gestartet, um die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie Sofias (2020 bis 2025) zu evaluieren. Ziel ist es, Meinungen und Empfehlungen der Bürger*innen zur Entwicklung und Qualität der städtischen E-Services zu sammeln. In den vergangenen fünf Jahren hat die Gemeinde zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Verwaltungsprozesse zu digitalisieren und den Zugang zu E-Services zu verbessern. Die Umfrage soll die tatsächlichen Erfahrungen der Nutzer*innen berücksichtigen und die Prioritätenplanung für den kommenden Zeitraum unterstützen. Die Umfrage umfasst Themen wie elektronische Verwaltungsdienstleistungen der Stadt Sofia, das Open-Data-Angebot, sowie Informationszugang und verfügbare digitale Lösungen. Die Gemeinde ruft alle Bürger*innen zur Teilnahme auf, unabhängig davon, ob sie elektronische Dienste aktiv nutzen oder traditionelle Dienstleistungen bevorzugen. Das Feedback der Einwohner*innen Sofias sei entscheidend für die Entwicklung nutzer*innenfreundlicher, wirksamer und bürger*innennaher digitaler Dienste.
Der serbische Finanzminister Siniša Mali (SNS - Serbische Fortschrittspartei) gab bekannt, dass das amerikanische Unternehmen Cisco strategischer Partner der Expo 2027 in Belgrad sein werde. Wie er auf seinem Instagram-Profil mitteilte, hätten die Unternehmen ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, mit dem die Absicht bekundet werde, eine strategische Zusammenarbeit beim Aufbau einer sicheren, zuverlässigen und technologisch fortschrittlichen digitalen Infrastruktur für die spezialisierte Ausstellung Expo 2027 Belgrad einzugehen. Serbien bleibe weiterhin offen für neue Partner*innenschaften und Sponsor*innen, sowie für alle in- und ausländischen Unternehmen, so Mali in der Mitteilung.
Der Bahnverkehr zwischen Budapest, Wien und Deutschland wächst dynamisch und zieht zunehmend neue Marktteilnehmende an. Die österreichische Privatbahngesellschaft Westbahn plant, ab Dezember 2026 täglich fünf Zugpaare zwischen Budapest und München zu betreiben. Auch Regiojet möchte sein Angebot weiter ausbauen. Der zunehmende Wettbewerb stellt eine direkte Herausforderung für die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) und ÖBB dar, die zwar über größere Kapazitäten verfügen, jedoch mit höheren Ticketpreisen arbeiten. Internationale Fahrkarten sind bereits ein wesentlicher Teil der Einnahmen der MÁV – insbesondere auf der Strecke Budapest-Wien. Private Bahnunternehmen punkten mit schnelleren, günstigeren und moderneren Services, während die ungarische Regierung dem Markteintritt neuer Anbieter zurückhaltend gegenübersteht. Parallel dazu kündigt die MÁV bis 2030 eine umfassende Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Kapazitäten an.
Heuer richten Litauen, Lettland und Slowenien die offizielle Futsal-Europameisterschaft aus. In Litauen und Lettland soll es jeweils eine Qualifikationsgruppe mit vier Mannschaften geben, in Slowenien zwei. In Slowenien sind auch die beiden Viertelfinalspiele, das Halbfinale, das Spiel um den dritten Platz sowie das Finale geplant. Insgesamt sind es also sechzehn Spiele, die in Ljubljana ausgetragen werden. Slowenien sprang kurzfristig als Mitgastgeber ein. Dadurch kann Belarus trotz politischer Einschränkungen ebenfalls mitmachen. Die slowenische Nationalmannschaft hofft indes auf die erstmalige Qualifikation für das Halbfinale.
Die slowakische Skifahrerin Petra Vlhová, Olympiasiegerin im Slalom von Peking 2022 und eine der erfolgreichsten slowakischen Athletinnen, hat in einem aktuellen Video erklärt, dass sie nach langandauernden Knieverletzungen wieder voll trainieren kann. Damit eröffnet sich für sie erneut die Chance auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen. Die 30-Jährige möchte bei den Spielen in Mailand und Cortina im Februar antreten, auch wenn ihr Team die Trainingsbelastung weiterhin genau beobachtet. Nach eigenen Angaben ist sie erst vor wenigen Tagen wieder in das intensive Training eingestiegen, nachdem ärztliche Tests grünes Licht gegeben hatten. Ob sie tatsächlich beim Slalom am 18. Februar an den Start geht, will Vlhová erst 48 Stunden davor entscheiden.
Die Regierung des Kantons Sarajevo lehnte kürzlich ein zentrales, vom öffentlichen Wasserversorger ViK vorgeschlagenes Wasserversorgungsprojekt ab. Es hätte das Trinkwasser aus Quellen des Olympischen Bergs Jahorina in Ost-Sarajevo, das zur Republika Srpska gehört, für die Versorgung der Stadt nutzbar machen sollen. Nach den vorliegenden Plänen hätte die Anlage bis zu 500 Liter Trinkwasser pro Sekunde liefern können. Das Projekt wurde als langfristige Lösung für bestehende Probleme in der Wasserversorgung Sarajevos konzipiert. Fachleute bewerten die Entscheidung als verpasste Chance für den Ausbau der Wasserinfrastruktur. Die Bevölkerung müsse nun weiterhin mit Versorgungsengpässen rechnen. Laut Kritiker*innen hätten politische Blockaden die Umsetzung einer technisch ausgearbeiteten Lösung verhindert hätten. Der weitere Umgang mit dem Projekt ist offen, die Kantonsregierung steht unter Druck, alternative Maßnahmen zu prüfen.
Der Zoo Ljubljana steht vor einer umfassenden Modernisierung. Die letzte grundlegende Sanierung liegt fast 40 Jahre zurück – viele Gebäude und Gehege sind stark veraltet und müssen vollständig ersetzt werden. Eine kommende Gesamterneuerung soll nun rund zehn Jahre dauern und mindestens 40 Millionen Euro kosten. Bereits heuer beginnt der Bau eines großen Wolfsgeheges im Nordwesten des Zoos, das 2027 eröffnet werden soll. Weitere Projekte umfassen neue Einrichtungen für die Tierpflege und die Veterinärmedizin sowie für Bären und Schimpansen. Zudem ist eine Neugestaltung des Eingangsbereichs geplant. Geplant ist ein moderner Zoo mit größeren Gehegen, einer besseren Besucher*innenführung und einer thematischen Gliederung nach Weltregionen.
Das serbische Energieunternehmen Elektroprivreda Srbije (EPS) unterzeichnete ein Abkommen über den Verkauf von Asche aus dem Wärmekraftwerk "TENT B" in Obrenovac an die Zementfabrik in Kosjerić, im Eigentum des Unternehmens "Titan Group". Das Abkommen wurde auf zehn Jahre abgeschlossen und sieht vor, dass fünf Millionen Tonnen frisch erzeugte Flugasche an die Zementfabrik weitergegeben werden. Dadurch ist eine nachhaltige Lösung für den Abfall gefunden und gleichzeitig ein Nutzen für die Umwelt und die lokale Gemeinde gewährleistet.
Der serbische Wissenschaftsminister Bela Balint (parteilos) erklärte kürzlich, dass Serbien einen Beitritt zum Artemis‑Abkommen erwäge. Dabei handelt es sich um einen internationalen Partnerschaftsrahmen für zivile Weltraumforschung, dem derzeit rund 60 Länder angehören. Während einer Präsentation des Abkommens in Belgrad durch Vertreter*innen des US‑Außenministeriums und der NASA diskutierten über 30 Forscher*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen sowie Vertreter*innen des serbischen Außenministeriums über die wissenschaftliche, rechtliche und diplomatische Zusammenarbeit im Rahmen von Artemis.
Slowakische Städte, Gemeinden und Regionen können ab Mitte Jänner 2026 staatliche Zuschüsse für neue digitale Raumordnungspläne beantragen. Das Amt für Raumplanung und Bauwesen stellt dafür insgesamt 1,2 Millionen Euro bereit und übernimmt bis zu 80 Prozent der anerkannten Kosten. Ziel ist die Umsetzung eines neuen Raumplanungsgesetzes, das digitale Flächenwidmungspläne für alle Gemeinden vorsieht. Bis spätestens März 2032 muss jede Kommune über einen genehmigten digitalen Raumordnungsplan verfügen. Voraussetzung für eine Förderung sind unter anderem ein genehmigter Arbeitsauftrag, ein Vertrag mit einem Planungsbüro sowie ein Eigenanteil von mindestens 20 Prozent. Anträge können bis Mitte Februar 2026 ausschließlich elektronisch eingereicht werden. Über die Vergabe der Mittel entscheidet die Behörde bis Ende Mai, die Auszahlung erfolgt bis Ende 2026. In den vergangenen drei Jahren wurden bereits 170 Gemeinden im Rahmen ähnlicher Programme unterstützt. Die Reform gilt als wichtiger Schritt zur Modernisierung der Raumplanung und zur besseren Steuerung der regionalen Entwicklung.
In Prag schreitet die großangelegte Begrünung zügig voran. Im vergangenen Jahr ließ die Stadt im Frühjahr und Herbst zusammen rund 230.000 neue Bäume pflanzen. Für dieses Jahr sind weitere etwa 207.000 Pflanzungen vorgesehen, womit ein zentrales Umweltziel der Stadt näher rückt. Noch im laufenden Jahr soll die symbolische Marke von einer Million neu gepflanzter Bäume überschritten werden, ein Ziel der Stadtregierung für ihre aktuelle Legislaturperiode. Der Schwerpunkt lag vor allem in den Randlagen der Stadt, wo neue Waldflächen entstehen oder bestehende Areale verdichtet werden. Gepflanzt wurden mehr als zehn heimische und klimaresistente Baumarten, darunter Eichen, Linden, Ahorne und Kiefern. Die Umsetzung erfolgt langfristig in Zusammenarbeit mit der städtischen Organisation "Wälder der Hauptstadt Prag".
Medizinprodukte, die nicht mehr gebraucht werden beziehungsweise deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, sollten rasch und richtig entsorgt werden. Aus diesem Grund hat Gemeinde Sofia gemeinsam mit den SOpharmacy-Apotheken beschlossen, die Bevölkerung zu einem korrekten und sicheren Umgang mit Arzneimittelabfällen zu bewegen und den Umweltschutz in den Alltag zu integrieren. Daher startete im Jänner 2026 ein Pilotprojekt in fünf Apotheken, in denen Sammelbehälter für Altmedikamente aufgestellt wurden. Im Auftrag der Gemeinde übernimmt das Unternehmen Ecosafe die fachgerechte Entsorgung der abgegebenen Medikamente. Das Pilotprojekt läuft bis März 2026. Die Gemeinde Sofia und SOpharmacy planen, in einem nächsten Schritt die Anzahl der Apotheken mit den Sammelbehältern zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts wurden Informationsmaterialien in leicht verständlicher Sprache vorbereitet, die die Bedeutung des Themas erläutern, mögliche Lösungsansätze aufzeigen und klare Richtlinien für die Entsorgung in den Sammelbehältern enthalten.
Die Regierung Serbiens hat der Forderung des Internationalen Währungsfonds zugestimmt, den Haushalt der Stadt Belgrad und ihrer Unternehmen "unter Aufsicht zu stellen" und eine externe Prüfung durchführen zu lassen. Die Schulden der Stadt gegenüber den Banken steigen und zugleich auch die unbezahlten Verbindlichkeiten der städtischen Unternehmen. Darüber hinaus stehen im Stadthaushalt nahezu keine Mittel für Kapitalinvestitionen zur Verfügung. Der Belgrader Stadthaushalt beläuft sich, einschließlich der Haushalte der Stadtgemeinden, auf 1,75 Milliarden Euro, was fast neun Prozent des Staatshaushalts Serbiens entspricht. Die externen Berater*innen sollen eine Analyse der städtischen Finanzen mit Haushaltsprojektionen für die kommenden drei Jahre erstellen sowie die Beziehungen zwischen den kommunalen Unternehmen analysieren und die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit überprüfen.
Budapests Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) wurde 2026 mit dem niederländischen Geuzenpenning ausgezeichnet – einem Preis, der seit 1987 Menschen ehrt, die sich mutig für Demokratie und Menschenrechte und gegen Diskriminierung einsetzen. Besonders gewürdigt wurde sein Einsatz für die Budapest Pride 2025, die er als kommunale Veranstaltung trotz staatlicher Verbote organisierte, um Meinungsfreiheit und Bürger*innenrechte zu schützen. Karácsony betonte, dass die Auszeichnung allen zustehe, die sich für Freiheit einsetzen und Menschen nicht verraten, die lieben, leben oder sich entfalten wollen. Er dankte der internationalen Solidarität und den Bürger*innen Budapests für deren beständige Unterstützung. Die Preisverleihung findet offiziell am 13. März im niederländischen Vlaardingen statt. Der Name Geuzenpenning erinnert an historische niederländische Widerstandskämpfer. Karácsony sieht den Preis als Anerkennung für die gemeinsame Verantwortung, Freiheit und demokratische Werte zu schützen.
Der Direktor des Amtes für IT und eGovernment, Mihailo Jovanović, und der Präsident der serbischen Wirtschaftskammer, Marko Čadež, unterzeichneten ein Kooperationsabkommen zur effizienteren Umsetzung des Programms "Serbien digitalisiert" sowie zur Entwicklung eines nationalen KI‑Sprachmodells für die serbische Sprache. Čadež betonte, dass ein nationales KI‑Sprachmodell Vorteile wie geringere Entwicklungskosten, höhere Produktivität, die Automatisierung von Kundenservice und Vertrieb sowie schnellere, datenbasierte Geschäftsentscheidungen bringe. Im Justizsystem soll das nationale KI‑Sprachmodell die Arbeit von Anwält*innen, Gerichten und Notar*innen durch präzise und standardisierte Sprachverwendung verbessern. Zudem sollen die IT‑Lösungen internationalisiert werden. Derzeit laufen Gespräche mit Taschkent über die Übernahme des Programms "eBaby".
László Domokos (parteilos) , ehemaliger Präsident der ungarischen Staatsprüfbehörde und früherer Fidesz -Abgeordneter, hat Ende Dezember 2025 seine Tätigkeit als Regierungsberater für die Finanzprüfung der Hauptstadt Budapest abgeschlossen. Doch es bleibt unklar, welche konkreten Ergebnisse seine Überprüfung erbracht hat. Offiziell bildete die Prüfung die Grundlage für ein Gesetz zur Gewährung eines Kredits, mit dem ein kommunaler Zahlungsausfall verhindert werden sollte, ohne dass dabei konkrete Ursachen für die Finanzprobleme benannt wurden. In öffentlichen Facebook-Beiträgen verwies er auf strukturelle Mängel wie lückenhafte Dokumentation, unklare Entscheidungsabläufe und fehlende Kontrollen. Er stellte jedoch klar, dass eine Ursachenanalyse nicht Teil seines Auftrags war. Ob weiterführende Untersuchungen abgeschlossen wurden oder eine Gesamtbewertung vorliegt, ist aktuell unklar; die Stadtverwaltung wurde über das Ende der Prüfung nicht informiert. Angesichts seines hohen Beraterhonorars bleibt der tatsächliche Ertrag seiner Tätigkeit daher schwer nachvollziehbar. Die Regierung sieht die Verantwortung für die Finanzkrise der Hauptstadt eindeutig beim amtierenden Oberbürgermeister, während Domokos' Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit weitgehend verborgen bleiben.
Die Slowakei treibt den Einsatz künstlicher Intelligenz im Bildungswesen mit mehreren landesweiten Programmen voran. Das Bildungsministerium stellt Schulen einen kostenlosen KI-Assistenten zur Verfügung, der strukturierte Unterrichtspläne, Arbeitsblätter und Tests auf Basis der nationalen Lehrpläne erstellt. Gleichzeitig hat der Staat 20.000 Lizenzen der Bildungsplattform ChatGPT-Edu für Lehramtsstudierende und Hochschullehrende erworben. Ziel ist es, angehende Pädagog*innen frühzeitig mit KI vertraut zu machen und sie im kritischen sowie ethischen Umgang mit digitalen Werkzeugen zu schulen. Die Lizenzen werden zunächst für ein Jahr kostenlos bereitgestellt und kosten den Staat rund 1,57 Millionen Euro. Ergänzend organisiert das Ministerium gemeinsam mit dem Anbieter Scio kostenlose Online-Workshops zur praktischen Nutzung von KI im Unterricht. In Tschechien wird ein vergleichbares System bereits von mehr als 90.000 Lehrkräften genutzt. Langfristig plant die Slowakei den Aufbau eigener Kompetenzzentren für künstliche Intelligenz an technischen Universitäten. Damit positioniert sich das Land als eines der aktivsten in Mitteleuropa bei der Digitalisierung der Lehrerbildung.
Der Hauptbahnhof in Bratislava soll vollständig modernisiert werden. Das bestätigte die slowakische Regierung nach ihrer auswärtigen Sitzung am 14. Jänner 2026 im Stadtteil Petržalka. Der slowakische Premierminister Robert Fico (SMER-SD – Richtung-Sozialdemokratie) betonte, dass der Zustand des Bahnhofs dringenden Handlungsbedarf zeige und daher eine umfassende Sanierung notwendig sei. Verkehrsminister Jozef Ráž (parteilos, nominiert von SMER-SD) kündigte an, dass noch in diesem Jahr erste Arbeiten an den überfälligen Sanitäranlagen beginnen sollen. Gleichzeitig werde die Vergabe der Projektunterlagen vorbereitet. Die Finanzierung soll auch mithilfe von EU-Fördermitteln erfolgen. Der Vorplatz des Hauptbahnhofs soll von der Stadt Bratislava neu gestaltet werden, bestätigte Bürgermeister Matúš Vallo (Team Bratislava). Nach der Regierungssitzung in Petržalka erklärte Premierminister Fico zudem, es bestehe Einigkeit darüber, Bratislava so weiterzuentwickeln, dass sie als Hauptstadt allen Anforderungen gerecht wird und diese auch im Alltag erfüllt. Die slowakische Regierung unterstütze die Stadt dabei. Bürgermeister Vallo bezeichnete den Austausch als konstruktiv und sachlich, wies jedoch darauf hin, dass Bratislava gemessen an der Einwohner*innenzahl weiterhin zu den ärmsten Hauptstädten der Europäischen Union zählt.
In Bratislava hat der Ausbau der Straßenbahn nachweislich Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Besonders im Stadtteil Petržalka sind die Wohnungspreise entlang der neuen Straßenbahnlinie deutlich gestiegen. Insgesamt legten die Preise für Neubauten in der Nähe der Straßenbahn in den vergangenen zwei Jahren um fast 30 Prozent zu, während der Preisanstieg in anderen Neubaugebieten Bratislavas unter 20 Prozent blieb. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick nun auf den nordwestlichen Stadtteil Bory, wo eine neue Straßenbahnlinie geplant ist. Der Abschnitt soll knapp zwei Kilometer lang sein, vier Haltestellen umfassen und an das bestehende Straßenbahnnetz angeschlossen werden. Die Investitionskosten werden auf rund 50 Millionen Euro geschätzt. Der Genehmigungsprozess soll etwa zwölf Monate dauern – ein Baustart wird derzeit für die Jahre 2029 bis 2030 erwartet. Marktbeobachter*innen gehen davon aus, dass sich der Immobilienmarkt in Bory bereits vor dem tatsächlichen Baubeginn an der geplanten Infrastruktur orientieren wird, ähnlich wie zuvor in Petržalka.
Das Kunst- und Gewerbemuseum Zagreb (MUO) eröffnet das Jahr 2026 mit der Ausstellung Egon Schiele UNSEEN, die erstmals der Öffentlichkeit eine außergewöhnliche grafische Mappe aus dem Museumsbestand präsentiert. Gezeigt werden seltene Handzeichnungen, bestehend aus 15 Kalotypien nach Zeichnungen und Aquarellen des Künstlers, der sich seit Jahrzehnten im Fundus des Museums befindet und bislang nicht ausgestellt wurde. Die Ausstellung wurde am 15. Jänner 2026 in der MUO Galerie eröffnet und bietet einen konzentrierten aber hochkarätigen Einblick in das Werk eines der bedeutendsten Künstler der frühen Moderne. Ergänzt wird die Schau durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Workshops, Fachvorträgen, Filmvorführungen sowie Beiträgen zur Nacht der Museen. Trotz des überschaubaren Umfangs zählt die Mappe aufgrund ihrer Seltenheit und ihres Marktwerts zu den international gefragten Sammlungsobjekten. Mit dieser Ausstellung setzt das Kunst- und Gewerbemuseum Zagreb seine intensive Ausstellungstätigkeit fort und bereitet zugleich die Rückkehr Anfang 2027 in das renovierte Museumsgebäude vor.
Das Verwaltungsgericht der Woiwodschaft entschied, dass die Beschwerden gegen die Einrichtung der nachhaltigen Verkehrszone in Krakau größtenteils unbegründet sind. Am 14. Jänner 2026 gab das Gericht der Klage des Woiwoden von Kleinpolen in einzelnen Punkten statt und erklärte bestimmte Bestimmungen zur nachhaltigen Verkehrszone für ungültig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Woiwode war unter anderem der Ansicht, dass die nachhaltige Verkehrszone gegen die Grundsätze der Gleichheit und der Verhältnismäßigkeit verstößt. Zudem äußerte er Zweifel an der Rechtmäßigkeit, mehr als 60 Prozent der Gemeindefläche in die Zone einzubeziehen. Das Gericht befand es für unangemessen, die Berechtigung zur Einfahrt in die nachhaltige Verkehrszone anhand der Meldeadresse zu differenzieren, da diese administrativer Natur sei und nicht als maßgeblicher Indikator für eine tatsächliche Verbindung zur Stadt gelten könne. Der Bürgermeister von Krakau, Aleksander Miszalski (KO – Bürgerkoalition), erklärte, das Verwaltungsgericht habe mit seiner Entscheidung den Schutz der Gesundheit und des Lebens der Einwohner*innen sowie der Besucher*innen der Stadt in den Vordergrund gestellt. Umweltaktivist*innen bewerteten die Entscheidung positiv. Es handle sich um gute Nachrichten für alle Einwohner*innen, denen ihre eigene Gesundheit und die ihrer Angehörigen am Herzen liege.